Nachrichten getagged: RCC

Labadee, Haiti: Royal Caribbean kommt weiterhin trotz vieler Proteste

Von DB, 29. Januar 2010 10:30

Die Entscheidung der Royal Caribbean International, den haitianischen Privathafen Labadee auch weiterhin anzulaufen, stößt international weiter auf zum Teil scharfe Kritik. Wir berichteten bereits letzte Woche darüber und halten die Entscheidung grundsätzlich für richtig, denn immerhin sind in und um Labadee etwa 500 Haitianer indirekt oder direkt für die Reederei beschäftigt. Royal Caribbean ist einer der größten ausländischen Investoren in Haiti und bringt jedes Jahr etwa 365.000 Touristen in das Land bzw. nach Labadee.

Tourismus nach Tsunami

Schon nach dem Tsunami wurde die Frage aufgeworfen, ob während der Bergungs- und Aufräumarbeiten der normale Tourismusbetrieb einfach fortgesetzt werden darf, weil weite Teile der Bevölkerung wirtschaftlich davon abhängig sind.

Der Kreuzfahrt-Veranstalter Royal Caribbean hat sich aber dazu entschlossen, seine Schiffe auch nach dem Erdbeben weiterhin planmäßig vor seinem Beach Ressort Labadee im Norden von Haiti anlegen zu lassen. Während die Menschen im völlig zerstörten Port-au-Prince ums Überleben kämpfen, genossen am Montag rund 3.000 Passagiere etwa 100 km nördlich ein üppiges Barbecue am Strand. Auch wenn das Unternehmen damit argumentiert, dass hunderte von Haitianern direkt oder indirekt von diesem Ressort leben, ist die Reederei unter massive Kritik der Medien geraten.

Image-Schaden für Royal Caribbean?

Amerikanische Marketing- und PR-Experten befürchten einen langfristigen Image-Schaden, wenn Royal Caribbean seinen Gästen ein unbeschwertes Urlaubsvergnügen in der Nähe zerstörter Städte und hungernder Menschen bietet. Daran könne auch die Geldspende von 1 Millionen Dollar wenig ändern und auch nicht der Hinweis darauf, dass die Kreuzfahrtschiffe neben Wasser und Lebensmitteln auch Liegestühle und Strandmöbel für die Obdachlosen zurücklassen.

Ein schneeweißes Luxus-Schiff sendet nach Meinung der meisten Medien das falsche Signal aus, wenn gleichzeitig die Verletzten auf ein Hospitalschiff warten. Zudem würden die Kreuzfahrtschiffe eine der wenigen intakten Anlegestellen, die man sinnvoller für Hilfslieferungen nutzen könnte, blockieren, heißt es.
Ungeachtet der massiven Kritik hält Royal Caribbean an seiner Strategie fest. Am heutigen Freitag soll die Celebrity Solstice in Haiti anlegen.

Unterstützung von Passagieren

Fast alle Passagiere und Kreuzfahrt-Fans scheinen die Entscheidung von Royal Caribbean zu unterstützen. Ein Firmensprecher sagte, dass 85% der Kreuzfahrer in Labadee an Land gingen. Auch in einer Umfrage, die die Seite Cruise Critic durchführte und an der knapp 5000 Personen teilnahmen, zeigten 2/3 der Befragten Verständnis für die Entscheidung der Reederei.

Labadee, Haiti:

Royal Carribean-Schiffe kommen trotz Erdbeben in die Heimat

Von admin, 16. Januar 2010 18:23

Royal Caribbean Logo | Foto: scmikeburton

Royal Caribbean Logo | Foto: scmikeburton

In den letzten Tagen wurde viel diskutiert, ob Royal Carribean’s Entscheidung richtig war, auch in den nächsten Wochen den haitianischen Privat-Hafen Labadee anzulaufen.
Sicherlich ist es etwas seltsam, dort jetzt fröhlich zu sein, während in der Hauptstadt Port-Au-Prince, die nur weniger als 200km entfernt liegt, Tausende Leute bei einem der schwersten Erdbeben in der Geschichte der Menschheit ums Leben kamen und viele mehr um das nackte Überleben kämpfen.

Royal Carribean International (RCI) hat viel Geld in Labadee investiert, um den Hafen tauglich zu machen für die großen Schiffe seiner Flotte. Auch die Oasis of the Seas, das weltgrößte Kreuzfahrtschiff, kann dort anlegen. RCI beschäftigt einige Hundert lokale Mitarbeiter auf der Halbinsel Haitis, hinzu kommen noch einmal so viele Strandverkäufer. Um diesen Menschen in dieser schweren Zeit nicht die Einnahmequelle zu nehmen, hat man sich wohl entschlossen, Labadee weiter anzulaufen. Jedes Kreuzfahrtschiff der Gruppe, das in den nächsten Wochen dort festmachen wird, hat auch Hilfsgüter an Bord, um den armen Menschen zu helfen. Außerdem werden die Gewinne, die in Labadee erwirtschaftet werden, gespended – zunächst auf unbestimmte Zeit.
Ein fader Beigeschmack bleibt sicherlich, aber dennoch ist diese Entscheidung nachzuvollziehen. Schließlich würden weniger Besucher in der einzigen Touristenhochburg Haitis dem Land noch mehr schaden, denn derzeit ist es auf jeden Dollar angewiesen, so schlimm das klingt.

Die Celebrity Equinox – Qualität Made in Germany

Von admin, 13. Januar 2010 08:23

Im Juli 2009 waren wir für Sie auf der Einführungskreuzfahrt der bei der Meyerwerft in Papenburg gebauten Celebrity Equinox.

Abmessungen, Gewichte und Kapazitäten
Länge: 317,20 m
Breite: 36,90 m
Tiefgang: 8,30 m
Vermessung: 121.878 BRZ
Decks: 17, davon 13 Passagierdecks
Besatzung: 1.250
Passagiere: 2.850
Raumverhältnis: 42,7 BRZ/Passagier

500 Millionen Euro hat das Schmuckstück gekostet, hier unsere Impressionen:

Oasis of the Seas im ersten Hafen – Labadee, Haiti

Von admin, 12. Januar 2010 21:33

Im ersten regulären Hafen mit echten Gästen zeigt uns der Kapitän der Oasis of the Seas, was den Gästen so geboten wird. Das Video ist auf englisch, aber sicherlich dennoch verständlich und unterhaltsam.

Endlich auf den Weltenmeeren unterwegs – Das weltgrößte Kreuzfahrtschiff Oasis of the Seas

Von admin, 7. Januar 2010 00:28

Die Oasis of the Seas, das größte Passagierschiff der Welt, hat die Jungfernfahrt absolviert und kreuzt nun durch die Karibik.

Beim Betreten des größten Kreuzfahrtschiffs der Welt rutscht den meisten Passagieren – beinahe schon andächtig – genau das Wort heraus, das sie eigentlich vermeiden wollten: „Wow!“ Und tatsächlich sagt „Wow“ sehr viel über die Oasis of the Seas aus, die länger ist als der Eiffelturm hoch.

Will man das größte Passagierschiff der Welt beschreiben, ist tief Luftholen angesagt. Denn mit Besonderheiten und Attraktionen geizt das Schiff, das gerade seine ersten Fahrten durch die Karibik unternimmt, wahrlich nicht.

Wasser, Wasser, Wasser

Der erste Blick der Passagiere nach dem Check-in fällt auf eine Wasserfontäne, die eine schwebende Bar zu tragen scheint. Und in der Tat gleitet die „Rising Tide Bar“ sanft und majestätisch hinauf in den „Central Park“ und wieder zurück – unterstützt von einer versteckten Hebe-Einrichtung natürlich. Bargäste genießen dabei ein Glas Champagner und sehen zu, wie auch den anderen Neuankömmlingen der Mund vor Staunen offen stehen bleibt vom überwältigenden ersten Eindruck des Schiffsinneren. Das Staunen schwindet auch bei einer eingehenden Erkundungstour nicht. Für ein Kreuzfahrtschiff gänzlich ungewohnt, trifft der Passagier an Bord auf echte Pflanzen und viel Wasser. Im schiffseigenen Park, dem Central Park, kümmern sich vier Gärtner um 12.000 Pflanzen und Bäume in einer tagsüber erholsam-gemütlichen, nachts romantisch-träumerischen Parklandschaft mit rötlich gepflasterten Spazierwegen, lebendigen Straßencafés und edlen Restaurants.

Wasser ist auf Kreuzfahrtschiffen allgegenwärtig – gewöhnlich aber nur im Pool und natürlich rund um das Schiff herum. Die Oasis holt das Wasser an Bord. Am auffälligsten im Aqua Theater, dessen großes Wasserbecken sowohl für Tauchkurse als auch für Wasserballett- und Wasserfontänen-Shows sowie Turmspringer-Akrobatik genutzt wird. Von kleinen Wasserläufen durchzogen ist das sogenannte Solarium – eine Kombination aus einer Whirlpool-Landschaft unter Palmen und einem Fitness- und gesundheitsorientierten Restaurant mit fantasievoller, leichter Küche.

Es fällt nicht schwer, vollständig zu vergessen, dass man sich auf einem Schiff befindet. Wer die Weite der Ozeane und leuchtende Sonnenuntergänge auf hoher See schätzt, der kommt auf der Oasis zwar nicht zu kurz, hat das Meer aber nicht automatisch im Blick. Trotzdem bieten Pool- und Sports Deck ebenso grandiosen Meerblick wie einige der Restaurants.

Sportdecks, ein Aquatic Theatre und ein Park sind die Highlights der Oasis

Sportdecks, ein Aquatic Theatre und ein Park sind die Highlights der Oasis

Balkonblick auf den Park

Wählerisch sollten Meer-Fans auch bei der Wahl der Kabine sein: Auf der Oasis of the Seas bedeutet Balkon-Kabine nicht automatisch Meeresblick. Viele Kabinen haben ihren Balkon ins Innere gerichtet, mit Blick auf den Park, den Jahrmarkt ähnlichen Boardwalk mit Karussell, Eiscafé und Aqua Theater oder auf die Royal Promenade, die Shopping- und Restaurant-Meile.

Geradezu ein Paradies ist die Oasis für Kinder und Familien. Hier beschränkt sich das nicht nur auf den ausgewiesenen Kinderbereich: Vom nostalgischen Karussell über Eislaufbahn und Kinderpool bis hin zu einem Theater für Kinder ist für Spaß nahezu rund um die Uhr gesorgt.

Mit einem neuen System namens „Royal Connect“ orten Eltern ihren Nachwuchs per ausgeliehenem iPhone überall auf dem Schiff und können so auch ein Candlelight-Dinner ganz entspannt zu zweit genießen.

Mit bis zu 6296 Passagieren ist die Oasis of the Seas wie eine schwimmende Kleinstadt, das Unterhaltungsprogramm ist dagegen auf Weltstadt-Niveau. Das Angebot ist so vielfältig, dass die abendliche Broadway-Show im Großtheater schon mal links liegen bleiben kann, um sich beispielsweise im Jazz Club bei Live-Musik einen Whiskey zu gönnen oder einen Kabarett-Abend auf hohem Niveau zu genießen – was allerdings nur dann richtig Spaß macht, wenn man des Englischen mächtig ist.

Im Kindertheater läuft eine Puppenshow, die auch für jung gebliebene Eltern eine witzige Abwechslung bietet. Da muss das Opal Theater mit knapp 2200 Sitzplätzen schon etwas Besonderes bieten, um der Konkurrenz standzuhalten, beispielsweise das mit acht Tony-Awards ausgezeichnete Musical „Hairspray“.

Kreuzfahrtschiffe, vor allem die ganz großen, werden häufig als kontrollierte Scheinwelten und Illusion einer perfekten Welt kritisiert. Und Individualurlauber, die eine Kajak-Tour durch die kanadische Wildnis als ideal betrachten, werden auf einem Kreuzfahrtschiff tatsächlich nicht glücklich. Wer sich jedoch mit der Entspannung und Sorglosigkeit dieser glitzernden Scheinwelt eines Kreuzfahrtschiffes anfreundet, der findet auf der Oasis of the Seas das perfekte Ferienparadies.

Panorama Theme by Themocracy